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medizinisches Material2

Verwirrung um Corona-Fallzahlen in NRW

Das Coronavirus hat unseren Alltag verändert. Wie die Lage aktuell bei uns in der Region aussieht, welche Regeln gelten und was Ihr über das Corona-Virus wissen solltet, das lest Ihr hier.

Aktueller Stand im Kreis Herford (29.05.)

Fallzahlen

  • im Kreis Herford gibt es aktuell insgesamt 331 bestätigte Corona-Fälle
  • Seit Donnerstag (28.05.) ist kein neuer Fall dazu gekommen
  • Inzwischen gelten insgesamt 321 Personen wieder als genesen, sodass die Zahl der aktuellen Infektionen bei 3 liegt
  • In Herford, Hiddenhausen, Spenge, Kirchlengern, Vlotho und Löhne gibt es derzeit keine aktuell bestätigten Infektionen
  • die Infizierten verteilen sich wie folgt: Enger (1), Bünde (1), Rödinghausen (1)
  • von den bisher im Kreis Herford verstorbenen 7 Patienten sind 5 (laut Totenschein) an Corona verstorben und 2 (mit Vorerkrankungen) mit Corona
  • es befindet sich derzeit keine infizierte Person mit Wohnsitz im Kreis Herford in stationärer Behandlung
  • eine Schülerin der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde ist ebenfalls an Corona erkrankt, da sie aber in Melle wohnt erscheint sie nicht in der Statistik des Kreises Herford. Drei ihrer Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne

Der Kreis Herford hat die Corona-Fallzahlen an die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts angeglichen. Ab sofort werden nur noch laborbestätigte Fälle ausgewiesen. Die Statistik weist nun auch aus, ob Todesopfer an den direkten Corona-Folgen oder an Vorerkrankungen gestorben sind

 

 

Verordnungen und Maßnahmen

  • 08.06.: Die Kitas in NRW starten mit einem eingeschränktem Regelbetrieb für alle Kinder. Die Stadt Herford setzt die KiTa- und OGS-Gebühren für den Monat Mai aus - im Juni und Juli zahlen die Eltern in NRW die Hälfte der Betreuungskosten
  • 30.05.: Kinos und Theater in NRW dürfen wieder öffnen, wenn der Mindestabstand von1,5m eingehalten werden kann. Auch Jugendherbergen öffnen wieder, darunter die Jugendherberge Rödinghausen
  • 28.05.: Das Corona-Zentrum an der Oststraße in Herford schließt. Grund sind die zurückgehenden Infektionszahlen
  • 25.05.. Besuche im Krankenhaus Enger sind wieder möglich
  • 21.05.: Standesamtliche Trauungen sind auch wieder mit Gästen erlaubt, die nicht zur Familie oder zu zwei Haushalten gehören: Die Gäste müssen aber weiter den Mindestabstand von 1,5 m einhalten und direkten Kontakt vermeiden
  • 21.05.: Picknick in öffentlichen Parks und Plätzen ist wieder erlaubt - das Grillen im öffentlichen Raum bleibt verboten
  • 21.05.: Tätowierer- und Piercingsstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen
  • 20.05.: Besuche in den drei Krankenhäusern im Kreis Herford sind wieder möglich. Jeder Besucher muss sich bei Betreten des Krankenhauses registrieren und einem Gesundheitsscreening unterziehen. Nur wer frei von grippalen Symptomen ist und nicht als Kontaktperson in Quarantäne gilt, darf das Krankenhaus betreten. Jeder Patient soll möglichst nur einmal in der Woche Besuch von einem Angehörigen erhalten. Es gilt eine Mundschutz-Pflicht und die Abstandsregelung von 1,5 Metern.
  • 20.05.: Freibäder dürfen wieder öffnen, allerdings gelten auch hier Hygiene- und Abstandsregeln (auch im Becken). Außerdem darf nur eine bestimmte Anzahl von Besuchern gleichzeitig ins Bad
  • 11.05.: Rödinghausen, Hiddenhausen und Kirchlengern öffnen ihre Rathäuser | alle Einzelhändler (unabhängig von der Größe), Fitnessstudios und Restaurants dürfen wieder öffnen - müssen aber Hygieneregeln umsetzen, die auch die Gäste selbst betreffen. Auch der Schulbetrieb geht langsam wieder los. >>> Alle Einzelheiten zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern vom 6. Mai gibt's hier

Beratung und Hilfe

  • Die Hotline der Stadt für Fragen rund um Coronas-Beschränkungen und Corona-Lockerungen wird auf Halbtagsbetrieb heruntergefahren (Stand: 29.05.). Erreichbar ist die Hotline unter der Nummer 189-666 ivon 8.30 bis 12.30 Uhr
  • Die Kreistagsfraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen wollen einen Corona-Hilfsfonds für den Kreis Herford. Die Fördergelder sollen einkommensschwachen Familien und Menschen sowie Institutionen zugutekommen. In dem gemeinsamen Antrag beider Parteien ist die Rede von insgesamt 100.000 Euro. Der Zuschuss soll einmalig für zunächst drei Monate gewährt werden, ohne dass man ihn zurückzahlen muss
  • Schulsozialarbeiter/-innen der Herforder Schulen und der Abteilung Bildung stehen für Fragen von Schülerinnen und Schüler zur Verfügung: Mo-Fr, 10-13 Uhr,  05221/189 8998
  • Die Interkommunale Wirtschaftsförderung im Kreis Herford berät Unternehmen und Selbstständige, die durch die Corona-Situation in eine schwere finanzielle Krise gerutscht sind: 05221/1824050
  • Bürgertelefon für den Kreis Herford: 05221/131500 (Mo-Do 8-17 Uhr, Fr 8-16 Uhr)
  • Ver.di unterstützt alle betrieblichen Interessenvertretungen mit Informationen und konkreten arbeitsrechtlichen Hilfestellungen rund um das Corona-Virus: bz.owl@verdi.de
  • Stadt Herford hat zusammen mit der gemeinnützigen Bielefelder “Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut“, der Sparkasse Herford und der AWO einen Corona-Solidarfonds ins Leben rufen. Der Solidarfonds wird durch Spenden finanziert. Wer in Herford wohnt und einen Herford-Pass hat, kann Geld oder alle drei Monate 20-Euro-Gutscheine für den Einkauf bei Aldi erhalten. Zum Start sind in dem Solidarfonds Herford 6.000 Euro – die Stadt hofft auf weitere Spenden engagierter Bürger. Spendenkonto: Stiftung Solidarität, IBAN: DE91 4945 0120 0000 0312 60, Verwendungszweck: Solidarfonds Herford. E-Mail: herfordersolidarfond@awo-herford.de, Tel: 0 52 21 / 2 75 82 08 (Mo bis Fr 9-12 Uhr)

Nachrichten aus dem Kreis Herford

Aktueller Stand in NRW/Deutschland (28.05.)

  • die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert. Allerdings dürfen die Länder die Kontaktregeln ab dem 6. Juni lockern, zum Beispiel, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Auch Spaßbäder, Wellness-Einrichtungen, Fachmessen, Kinos und Volkshochschulen dürfen wieder öffnen >>> Weitere Infos hier
  • die weltweite Reisewarnung wird vermutlich am 15. Juni aufgehoben - Zumindest für 31 europäische Staaten. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der EU gehören dazu auch Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein
  • in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Österreich öffnen am Montag (25.05.) die Hotels wieder, Bayern und Baden-Württemberg erlauben Innengastronomie
  • die Kitas in NRW starten am 08.06. wieder mit einem eingeschränktem Regelbetrieb für alle Kinder
  • ab Mittwoch (20.05) dürfen bei standesamtlichen Trauungen wieder Gäste dabei sein, die nicht direkt zur Familie oder einem zweiten Haushalt gehören. Außerdem können Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen. Auch picknicken ist wieder erlaubt
  • Bund und Länder haben eine Zusatzvereinbarung zum Digitalpaket Schule beschlossen. Mit dem 500 Millionen Euro-Sofortausstattungsprogramm unterstützt der Bund alle Schüler, die bisher kein Tablet oder Laptop haben
  • Lockerung der Quarantäne-Vorschriften: Wer aus EU- und Schengen-assoziierten Staaten und aus Großbritannien einreist, muss sich nun nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. In NRW ist diese Regelung Freitag (15.05.) um 0.00 Uhr eingetreten
  • Der Bundestag hat am Donnerstag (14.05.) weitere Hilfsmaßnahmen beschlossen. Darunter die Ausweitung der Corona-Tests, einen Pflegekräfte-Bonus und finanzielle Unterstützung der Gesundheitsämter. >>> Hier gibt's die Einzelheiten
  • der DFB-Pokal soll im Juni fortgesetzt werden. Das Finale ist für den 4. Juni geplant
  • bis auf Weiteres gilt beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen eine Maskenpflicht
  • Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten

Übersicht: Neuinfektionen - 7 Tage pro 100.000 Einwohner

Überall in NRW und Deutschland gibt es täglich neue Covid-19-Infektionen. Manche Regionen sind deutlich stärker betroffen, als andere. Hier könnt ihr schauen, wie sich die Lage in Eurem Kreis oder Eurer Stadt täglich verändert. Die Kollegen von ntv.de haben anhand offizieller Daten des Robert-Koch-Instituts eine Deutschlandkarte erstellt, die sich täglich um 0 Uhr aktualisiert und zeigt, wie sich die Zahlen zu den Neuinfektionen in den jeweiligen Landkreisen oder kreisfreien Städten entwickeln.

Die Farbskala reicht von Grün = 0 Fälle zu Grau = 1 bis 24,9 Fälle. Ab einer Inzidenz von 25 erscheinen Städte und Kreise in Grau-Orange. Ab 35 in Orange. Rot markiert all jene Kreise, die laut RKI-Daten über der Obergrenze von 50 aktuellen Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern liegen.

ntv.de stellt die Lage in den Städten und Kreisen anhand der offiziellen RKI-Daten dar. Aufgrund des Meldeverzugs können hier Abweichungen zu anderen Quellen auftreten. Örtliche Behörden etwa können eine etwaige Annäherung oder gar Überschreitung des Limits früher bekannt geben.


Autor: Joachim Schultheis


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