Im Prozess um den mysteriösen Tod einer Seniorenheimbewohnerin in Obernkirchen weist der angeklagte Pfleger jede Schuld von sich. Vor dem Bückeburger Schwurgericht bestritt er, 91-jährige Seniorin vergangenen September mit einer Plastiktüte erstickt zu haben. Genau das wirft die Staatsanwaltschaft dem 36-Jährigen vor.
Der Angeklagte war nach eigener Aussage zum Todeszeitpunkt zwar im Zimmer der Seniorin. Er sei aber mit anderen Dingen beschäftigt gewesen und habe die Plastiktüte auf dem Gesicht der Seniorin nicht bemerkt. Schon vor Beginn des Prozesses hatte sein Verteidiger gesagt, dass der 36-Jährige kein Motiv gehabt habe. Er hält es für möglich, dass die Frau sich die Tüte selbst übers Gesicht gezogen hat oder es eine Windböe war. Der Staatsanwalt dagegen glaubt an Vorsatz. Er hat den Pfleger wegen Totschlags angeklagt. Morgen wird weiterverhandelt, ein Urteil fällt voraussichtlich erst Mitte April.
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am Mittwoch, 22.02.2012















