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Alles auf einen Blick

Corona-Regeln für den Kreis Minden-Lübbecke


Neue Corona-Regeln in NRW: Diese Änderungen gibt es

Im Kampf gegen Corona wird sich Vieles ändern: Ab Montag, 13. September, ist in NRW nicht mehr nur die Inzidenz entscheidend, um zu bewerten, wie wir in der Pandemie stehen. Das ist nicht das einzige, was sich im Bundesland in Sachen Corona-Maßnahmen ändert:

Quarantäne für Schülerinnen und Schüler

Nur nachweislich positiv getestete Schülerinnen und Schüler müssen in Quarantäne. Das gilt solange alle Hygiene-Regeln (Abstand, Maske, Lüften) gut eingehalten wurden. Falls nicht, müssen wieder die Sitznachbarn in Quarantäne. Die direkten Sitznachbarn dürfen sich nach fünf Tagen mit einem PCR-Test "freitesten". Neu ist auch: Die Schulen müssen nicht mehr jeden einzelnen Kontakt nachverfolgen. Das zumindest sagt eine E-Mail aus dem Schulministerium, die an alle Schulen verschickt wurde. Neu ist auch, dass es an weiterführenden Schulen mehr Tests geben soll. Statt wie bisher zwei sollen drei Schnelltests verpflichtend gemacht werden. Das gilt allerdings erst ab dem 20. September.

Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

Diese Regel sorgt für viel Missmut: Das Land NRW zahlt ab dem 11. Oktober für Ungeimpfte keinen Verdienstausfall mehr, wenn sie in Quarantäne müssen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sagte bereits, dass diese Regel die Impfquote nicht erhöhen würde. NRW-Gesundheitsminster Laumann begründet folgendermaßen: Wer sich die Freiheit herausnehme, sich nicht impfen zu lassen, obwohl medizinisch nichts dagegen spricht, der stehe für die Folgen dieser Entscheidung selbst ein.

Die neue Inzidenzformel

In der neuen Corona-Schutzverordnung, die ab dem 13. September gilt, steht, dass der Inzidenzwert, die Auslastung der Intensivbetten und die Hospitalisierungs-Inzidenz (wieviele Menschen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen) gleichwertig und gemeinsam der neue Leitindikator sind. Offen ist aber noch, wie genau die Grenzwerte aussehen - also ab wann es Grund gibt, Alarm zu schlagen.

Autor: José Narciandi und Joachim Schultheis


Testpflicht bei Einreisen nach Urlaub: Das muss man wissen

Bei Flugreisen ist es schon normal, dass man einen solchen Test vorweisen kann. Seit dem 1. August müssen auch Bahnreisende oder Autofahrer bei Einreise nach Deutschland einen Test vorweisen. Alle Infos dazu gibt es hier.

Was genau ist seit dem 1. August zu beachten

Egal ob per Auto, Bahn oder Flugzeug: Wer nach Deutschland einreisen möchte, 12 Jahre oder älter ist, muss entweder geimpft, genesen oder aber auch getestet sein. Es soll keine Ausnahmen mehr geben. Die Kosten für einen Selbst- bzw. Schnelltest im Ausland sind meist üppig. Bis auf die Niederlande und Dänemark muss man selber zahlen - teils bis zu über 150 Euro. Für Familien ein teures Unterfangen.

Was passiert, wenn man keinen Testnachweis dabei hat?

In den meisten Fällen erstmal nichts. Man wird aufgefordert, den Test nachzuholen. Die Polizei informiert das zuständige Gesundheitsamt und denen müssen die Personen dann einen Test vorzeigen. Wer sich weigert muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 1400 Euro rechnen.

Wie steht es um die Quarantäneregeln?

Das kommt darauf an, von wo man einreist. Seit dem 1. August gelten zwei neue Stufen. Länder können als Hochrisikogebiet oder Virusvarianten-Gebiet eingestuft werden. Wer aus einem dieser Länder einreist, muss sich unter der Webseite "Einreiseanmeldung.de" vorher anmelden.

Hochrisikogebiete sind zum Beispiel die Niederlande, Großbritannien, Spanien, Türkei, Zypern oder Ägypten. Trotz negativem Test müssen Personen zusätzlich in Quarantäne.

Was ist mit Kindern unter 12, die ja meist nicht geimpft sind?

Die Kinder unter zwölf Jahren müssen auf jeden Fall in Quarantäne – für sie endet die aber automatisch nach 5 Tagen. 

Was ist mit dem kurzen Ausflug in die Niederlande?

Wer weniger als 24 Stunden in den Niederlanden war, muss keinen Test nachweisen und muss auch nicht in Quarantäne. Wie man das allerdings kontrollieren und Tagesgäste von Urlaubern unterscheiden will, bleibt ein Rätsel.

Das gilt für Hochrisikogebiete. Was ist mit Virusvariantengebieten?

Jeder braucht bei der Einreise einen Test, ob geimpft oder genesen – das ist egal. Und die zehntägige Quarantäne kann nicht nach fünf Tagen durch Testen verkürzt werden. Folgende Länder sind Virusvariantengebiete: Brasilien und Uruguay.

Zusammengefasst bedeutet das: Vor allen Dingen die Regelungen für Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten sind für die meisten Familien und Menschen aus NRW gerade wichtig. Seit dem 1. August hat sich also einiges geändert.

Autor: Kevin Zimmer




Weitere Infos zum Coronavirus im Kreis Minden-Lübbecke: