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Madline Ponte
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Wenn PC oder Smartphone ein Eigenleben entwickeln

Cyberkriminalität erkennen & verhindern

Computer-Bildschirm im Dunklen

11. Oktober 2021

     

  • Weltweit verursachten Cyberkriminelle in diesem Jahr einen Schaden von voraussichtlich sechs Milliarden US-Dollar.
  • In Deutschland sind rund 80% der von Cyberkriminalität Betroffenen geschädigt worden, jeder Dritte beklagte einen Datenverlust.
  • „Die Anzahl erfasster Cyberstraftaten steigt weiter an,“ konstatiert das Bundeslagebild Cybercrime 2020 des Bundeskriminalamtes.

Jeder vierte von uns ist nach dem aktuellen Digitalbarometer des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon mal Opfer von Cyberkrimininalität geworden – bei den bis 30-Järhrgen ist es sogar jeder Dritte. Gleichzeitig – so das Ergebnis der Befragung – herrscht eine große Unsicherheit: Über 40% fühlen sich nur teilweise gut informiert, jeder Fünfte schätzt seinen Informationsstand als schlecht ein. Dabei wollen die Meisten Informationen bekommen, wie sie Kriminalität im Netz erkennen, die eigene Daten schützen können und Empfehlungen für die richtige Software haben. Wichtige Fragen - wir haben die Antworten! In einer Serie wollen wir über das Thema Cyberkriminalität von unterschiedlichen Seiten bearbeiten.

Was ist Cyberkriminalität?

„Cybercrime ist eines der sich am dynamischsten verändernden Kriminalitätsphänomene. Täter passen sich flexibel an technische und gesellschaftliche Entwicklungen an, agieren global und greifen dort an, wo es sich aus ihrer Sicht finanziell lohnt.“

Das schreibt das Bundeskriminalamt auf seiner Website. Dabei bezeichnet Cybercrime ganz allgemein Straftaten, „bei denen die Täter moderne Informationstechnologie nutzen.“ Ziele sind entweder einzelne Computer oder Smartphones, ganze Netzwerke oder Netzwerkgeräte. Die Polizei teilt die Cyberkriminalität in zwei Bereiche:

Welchen Arten von Cyberkriminalität existieren?

Cyberkriminalität kann ganz unterschiedliche Formen haben. Es lassen sich aber vier „Hauptzweige“ feststellen:

  1. Der Einsatz von Malware (der Begriff kommt aus dem Englischen und setzt sich aus Malicious und Software zusammen): So wird bösartige Software genannt, die dafür programmiert wird, generell Schaden anzurichten, Daten auszuspionieren oder Datenverkehr zu manipulieren. Eine spezielle Form ist die…
  2. …Ransomware: Dateien oder ganze System werden verschlüsselt und gesperrt. Das Opfer bekommt erst wieder Zugang, wenn es ein Lösegeld bezahlt hat. Manchmal wird zusätzlich zur Verschlüsselung auch mit der Veröffentlichung von Daten gedroht. Das ist der Bereich mit dem höchsten Schadenspotenzial.
  3. Spam oder Phishing zielt auf Identitätsdiebstahl hin und ist die Form von Cybercrime, mit der wir als Privatpersonen häufig zu kämpfen haben. Per Spam- oder Phishing-Mails wird Schadsoftware verschickt, die unsere Daten (z.B. Passwörter, persönliche Daten, Bankdaten) abgreift. Meist werden diese Daten für die Durchführung weiterer Straftaten eingesetzt wie z.B. Diebstahl oder Erpressung. Häufig nutzen die Täter aktuelle Ereignisse wie z.B. das Jahrhundert-Hochwasser, um entsprechende Schadsoftware zu verdecken und so per Mail und Verlinkung auf unseren PC oder Smartphone zu schleusen.
  4. Denial of Service-Attacken (auch DdoS-Angriffe genannt) versuchen ganze Systeme per Überlastung „lahmzulegen“. Vielfach werden sie genutzt, um die Opfer zu erpressen oder als Ablenkungsmanöver für eine weitere Straftat.

Wie erkenne ich Cyberkriminalität?

Cyberkriminalität ist oftmals nicht direkt und/oder nicht leicht zu erkennen. Aber es gibt einige Veränderungen, die darauf hinweisen. So kann ein plötzlich verlangsamt funktionierender Rechner oder ein Smartphone ein Hinweis sein, genauso wie plötzlich auftretende Fehlermeldungen oder ein gewisses Eigenleben wie z.B. Dopplung des Textes. Alarmiert sollten wir auch sein, wenn wir auf unseren Kontoauszügen unbekannte Überweisungen feststellen oder wenn unsere Stromrechnungen plötzlich deutlich teurer ausfallen. Bei all diesen Zeichen sollten wir schnell nach den Ursachen forschen. Im schlimmsten Fall können wir aber auch manche Dateien nicht mehr öffnen und bekommen Erpressungsmails.

Was kann ich im Schadensfall machen?

Wenn wir als Privatperson zum Opfer von Cyberkriminalität geworden sind, ist die örtliche Polizei unsere erste Anlaufstation. Viele Hinweise zur Prävention und zum Verhalten im Fall der Fälle finden wir auch beim Bundeskriminalamt auf der Seite „Straftaten im Internet“ oder auf der Seite „BSI für Bürger“. Für Unternehmen bietet die Polizei die spezielle Website „Zentrale Ansprechstellen Cybercrime der Polizei“ an: Dort sind die Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie ein erstes Informationsformular hinterlegt. Präventiv können Unternehmen, Verbände oder Behörden auch Mitglied in der „Allianz für Cybersicherheit“ unter dem Dach des BSI werden. Die Plattform ist als Austausch für „Informationen zu aktuellen Bedrohungslagen und praxisnahe Cyber-Sicherheitsmaßnahmen“ gedacht.

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