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Oliver Behrendt
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Handwerker aus dem Netz

Handwerker im Internet finden

Handwerker beim Schrauben

Der Frühling naht und bevor es wieder richtig schön wird, soll vielleicht noch schnell die Terrasse neu gefliest werden. Gerade wenn wir einen solchen Auftrag an Handwerker geben wollen, können Plan und Ausführung allerdings zeitlich weit auseinanderliegen. Denn zum einen verzeichnet das Handwerk hierzulande fast überall volle Auftragsbücher: „Die Betriebe arbeiten an ihren Kapazitätsgrenzen, (...) Die Wartezeiten für die Kunden werden immer länger,“ heißt es beim Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH). Zum anderen ist es immer wieder ein Problem den richtigen Handwerker zu finden, der sowohl preiswert als auch verlässlich ist. Unterstützung versprechen Handwerkerportale wie z.B. „MyHammer“, „blauarbeit“ oder „deinehelfer24“. Ihr Versprechen: Auftrag eingeben, eingehende Angebote checken, Auftrag erteilen und der Handwerker kommt nahezu sofort. Liest sich gut, damit es aber auch so klappt, haben wir ein paar Tipps für Eure erfolgreiche Online-Handwerker-Suche.

Welche Plattform darf`s denn sein?

„MyHammer“ ist seit Jahren das Portal mit dem größten Angebot und auch das mit den meisten Auszeichnungen. 2018 wurde es u.a. von n-tv und dem Deutschen Institut für Servicequalität als bestes Online-Portal Handwerk gekürt, Anfang diesen Jahres bewertete der TÜV Saarland die Kundenzufriedenheit mit 1,8 und die Weiterempfehlungsbereitschaft mit über 86 Prozent. Auch die Seite vergleich.org sieht „MyHammer“ vorne, stellt jedoch auch die Vorteile der anderen getesteten Plattformen vor. So punkten im Test „blauarbeit.de“ oder „UnderTool“ mit der Vielfalt an angebotenen Dienstleistungen, die weit über handwerkliche Arbeiten hinausgehen. Auf diesen Seiten können wir so z.B. auch Unterstützung für die Tierbetreuung, für unser Büro bzw. Büronetzwerk oder bei der Partyorganisation finden. Hier geht es zum ausführlichen Vergleich und hier zu einer (ergänzenden) Übersicht weiterer Portale. Grundsätzlich sollte das ausgesuchte Portal eine Übersicht vor allem lokaler Anbieter bieten, die Qualifikation der Handwerker anzeigen und eine kostenlose und unverbindliche Registrierung ermöglichen. 

Sorgfalt am Anfang verhindert Ärger am Ende

Wenn wir uns für ein Portal entschieden haben, ist der nächste Schritt ein ganz entscheidender – die Auftragsbeschreibung. Hier sollten wir so genau wie möglich arbeiten, um den Handwerkern die entscheidenden Fakten für ein konkretes Angebot zu geben. Unbedingt erforderlich sind dabei Angaben zur Größe, Ort und Zustand des Projektes. Wichtig überdies sind spezielle Materialwünsche und vor allem auch das gewünschte Zeitfenster. Zusätzlich hilfreich sind sicherlich Fotos, die den Arbeitsbereich und die Aufgabe plastisch sichtbar machen. Gerade bei komplexeren Aufträgen kann die Beschreibung allerdings schwierig sein, dann sollte ein Besichtigungstermin fixiert werden.

Das billigste Angebot muss nicht unbedingt das Beste sein

Angefangen haben viele Handwerker-Portale vor Jahren mit der Option, dass sich die Handwerker gegenseitig unterbieten konnten. Das hatte aber zu Preisdumping und vielen Protesten aus der Handwerkerbranche geführt, zudem litt teilweise die Qualität der Arbeiten. Heutzutage sind die Preise deswegen nur noch für den Kunden zu sehen. Die Experten warnen aber davor, einzig auf den Preis zu achten. Ebenso wichtig sind die nachgewiesenen Qualifikationen der Handwerker. Zudem sollten wir sorgfältig die Erfahrungen und Bewertungen anderer Kunden lesen. Das Sparpotential der Buchung per Portal kann übrigens bis zu 25 Prozent betragen.

Kosten und Rechte

Grundsätzlich sollten wir unseren Auftrag kostenlos auf der Plattform platzieren können. Vorsicht ist geboten bei möglicherweise kostenpflichtigen Zusatzkosten: So können wir z. B. auf unsere Anzeige besonders hinweisen lassen, indem sie farblich markiert ist oder optimal positioniert wird. Außerdem warnen die Experten vor möglichen Provisionszahlungen, die entweder das Portal für einen vergebenen Auftrag oder der Handwerker uns in Rechnung stellt. Apropos Rechnung – die sollten wir uns nach vollbrachter Leistung auf jeden Fall ausstellen lassen, um unsere Kundenrechte zu wahren. Und zuvor: Grundsätzlich können wir einen Auftrag im Internet vergeben. Es handelt sich dann um einen sogenannten Fernabsatzvertrag, der uns auch ein ganz normales Widerrufsrecht einräumt. Infos dazu finden sich hier bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.


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Eine Person die eine Computertastertur mit Maus bedient

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