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Carsten Dehne
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Spenden und Helfen nach der Hochwasser-Katastrophe

Dunkle Wolken

19. Juli 2021

  • Die Spendenbereitschaft ist nach der Hochwasserkatastrophe riesig.
  • Erste Sachspendenlager sind schon überfüllt.
  • Verschiedene Webseiten und Online-Angebote helfen die Spendenbereitschaft zu kanalisieren.

„Am Ausgang gibt es Kaffee und Kuchen,“ so hieß es am Wochenende bei Aufräumarbeiten in einer Stadt in Nordrhein-Westfalen. Ein Pärchen hatte ihren Wagen mit Kaffee und Kuchen gefüllt und fuhr nun in einem weniger betroffenen Hochwassergebiet Helfergruppen an, um diese in einer kurzen Pause zu versorgen. So freundlich dieses Angebot war, für die hart betroffenen Krisenregionen bitten Feuerwehr und Polizei solche eigenständige Hilfsangebote zu unterlassen. Aber wie können wir wirksam unterstützen – hier ein Überblick über Seiten und Konten, über die wir unsere Hilfe leiten können.

Sachspenden: An sich gerne aber…

Viele Menschen haben in der letzten Woche ihren ganzen Hausstand in den reißenden Fluten verloren. Da helfen die nicht mehr so häufig getragene Regenjacke oder das Paar Schuhe, das schon länger im Kleiderschrank steht. Doch wie gelangt unser Paar Schuhe zu einem Betroffenen in einem Hochwasssergebiet, der genau unsere Schuhgröße hat? Dafür sind viele Menschen nötig, die sie Spenden sortieren, um sie anschließend zu verteilen. Am Nürburgring wurde Ende letzter Woche beispielsweise ein Sachspendenlager erreichtet, das innerhalb kürzester Zeit randvoll war – drei Hallen Material werden nun sortiert und auf der Website des Nürburgrings heißt es aktuell: „Eure Hilfe ist überwältigend! Danke - aber bitte bringt erst einmal nichts mehr in unserer Sammelstelle vorbei. Unsere vielen, vielen Helfer sortieren fleißig, aber wir haben Sorge, dass wir nicht alles verteilt bekommen und aktuell steht noch nicht fest, wie die vielen Sachen dann in die Nachbarkreise kommen.“ Auch aus anderen Kreisen und Gemeinden heißt es, die Sachspendenlager seien voll.

Geldspenden: Gerne aber wohin…

Spendenmöglichkeiten gibt es nach dieser verheerenden Flutkatastrophe reichlich. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen – DZI – hat beispielsweise eine Liste mit Spendenkonten von seriösen* Hilfsorganisationen zusammengestellt. Dort ist auch unsere „Aktion Lichtblicke“ aufgelistet, die unter dem Stichwort „Unwetterhilfe“ Geld für die Betroffenen sammelt. Weitere Spendenkonten sind von den großen Hilfswerken speziell für die Hochwasserhilfe eingerichtet worden wie von Caritas International, dem Deutschen Roten Kreuz e.V. und der Diakonie Katastrophenhilfe. Ebenfalls eine sichere Spendenadresse ist die „Aktion Deutschland hilft“: Unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler haben sich hier 23 deutsche Hilfsorganisationen zur koordinierten Hilfe in Katastrophen zusammengeschlossen. Aufgrund der teils völlig chaotischen Lagen ist es vielleicht aber auch sinnvoll, lokale Initiativen und Organisationen zu unterstützen. Wer daran Interesse hat, sollte die Extraseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – BBK – ansteuern. Hier sind die betroffenen Städte und Regionen aufgelistet. Teilweise sind dabei auch Spendenbitten für lokale Organisationen und von Ortsvereinen aufgelistet.

Helfer gesucht

Bitte nicht selbstständig in die Krisenregionen reisen – das gilt noch in vielen Regionen, weil z.B. unklar ist, welche Straßen wirklich befahrbar sind und welcher Helfer wo wirklich unterstützen kann. Teilweise beeinträchtigen die freiwilligen Helfer momentan auch noch die Aufräum-Arbeiten vor Ort. Punktuell gibt es aber auch schon die ersten Aufrufe wie z.B. vom ADAC Mittelrhein e.V., der noch Helfer für die Sammelstelle sucht. Helfer können sich auch auf der Seite der Verbandsgemeinde Adenau melden, die verspricht, die Angebote zeitnah zu disponieren. Ebenfalls nach Unterstützern sucht auch die Handwerkskammer Koblenz, die eine Hotline „Hilfsangebote“ eingerichtet hat – sie ist von 9 bis 20 Uhr erreichbar. „Vollzug“ meldet hingegen das DRK Andernach, das am Wochenende per Facebook noch zur Hilfe aufgerufen hatte: „Heute Mittag war es noch nicht abzusehen, dass wir dank so zahlreicher Hilfe heute Abend fertig werden. Das heißt, morgen brauchen wir keine Hilfe mehr. Dazu haben wir weiterhin einen Annahmestopp! Alle Lager sind prall gefüllt.“ Wer helfen möchte, findet den ein oder anderen Hilfeaufruf auch auf der eben schon genannten Seite des BBK. Hier können wir lesen, dass manch eine Gemeinde schon eine Hotline für ehrenamtliche Hilfswillige eingerichtet hat oder dass das Bürgertelefon diese Angebote koordiniert.

* Das DZI zertifiziert Organisationen, die u.a. nachweisen, das sie sparsam wirtschaften und wie sie das Geld verwenden. Sie müssen sich aber auch beim DZI melden und eine Gebühr bezahlen. Nicht gelistete Organisationen sind also nicht direkt unseriös!

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