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Whatsapp-Update - vom möglichen Aus für Millionen und neuen Tools

Person tippt auf das Whatsapp auf dem Smartphone

Mal eben das Treffen mit Freundinnen und Freunden am Abend klären, kurz erzählen, wie die aktuelle Stimmungslage ist oder schnell ein Foto oder eine Sprachnachricht absetzen – wenn`s um die kurzfristige und schnelle Kommunikation geht, greifen wir in der Regel zum Smartphone und klicken das WhatsApp-Icon. Denn Deutschland ist „WhatsApp-Land“. Seit Monaten ist die App regelmäßig in den Top 5 der deutschen Download-Charts zu finden und auch in der Nutzung ist der Messenger-Dienst seit Jahren das Maß aller Dinge. Während Social Media Dienste wie z.B. Facebook, Instagram oder Twitter bei den Nutzerzahlen eher stagnieren oder sogar absinken, wächst WhatsApp stetig weiter. 94% der 12 bis 19-Jährigen nutzen WhatsApp schon mehrmals wöchentlich, 55% der Deutschen nutzen den Messenger täglich und im Januar überschritt der Dienst weltweit die 1,5 Milliarden-Nutzer-Grenze. (alle Whatsapp Nutzerzahlen gibt es hier) Doch die Zeiten des ungebremsten Wachstums könnten hierzulande im Mai einem kräftigen Dämpfer bekommen. Warum das so ist und welche spannenden, neuen Tools uns die WhatsApp-Zeit (in Zukunft) erleichtern – ein Überblick.

Mindestalter 16 Jahre

Die neue Datenschutz-Grundverordnung macht es nötig – ab dem 25. Mai müssen WhatsApp-Nutzer mindestens 16 Jahre alt sein. Das berichtet das Watchblog WABetaInfo. Denn in der neuen Verordnung wird festgelegt, Daten von Nutzern dürfen nur ausgewertet werden, wenn diese mindestens 16 Jahre alt sind. Da WhatsApp (natürlich) die Daten auswertet, gilt also diese Altersbeschränkung. Bislang galt die Altersgrenze von 13 Jahren.

Das endgültige Aus für Schüler?

Das muss nicht sein. Voraussichtlich müssen in Zukunft die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten zustimmen, wenn unter 16-Jährige WhatsApp nutzen wollen. Schon jetzt gibt es eine entsprechende Formulierung in den Nutzungsbedingungen: "Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Elternteil oder Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen." Völlig unklar ist die Frage, was passiert mit den zahllosen Schülern, die die App schon nutzen, aber jünger sind als die zukünftige Mindestaltersgrenze es vorschreibt.

Hören und Surfen

Während das Mindestalter also noch viele Fragen offen lässt, gibt es neue Verbesserungen der App. Eine betrifft die beliebte Funktion der Sprachnachrichten. Die können iPhone-Besitzer in Zukunft abhören und gleichzeitig aber andere Apps nutzen. Im Hintergrund läuft die Voicemail dann einfach weiter. Bislang stoppte das Abspielen, sobald wir die WhatsApp verließen. Besonders für das Abhören langer Sprachnachrichten ist das eine praktische Sache. So können wir die Nachricht abhören und uns gleichzeitig ein paar Notizen machen oder einen Termin in den Kalender eintragen. Schlechte Nachrichten für Android-Nutzer – sie müssen auf diese Funktion noch warten.

Videos direkt in der App

Das YouTube-Videos schauen auf WhatsApp ist ab dem aktuellen Update auch leichter geworden. Statt dem Umweg über die YouTube-App können die Videos jetzt direkt auf WhatsApp angeschaut werden. Wenn wir also einen Link zu einem Video bekommen, reicht der Klick auf den Link und das Video öffnet sich in einem neuen Pop-up-Fenster. Bei Bedarf kann das Video auch als Vollbild angesehen werden. Dafür müssen wir als Nutzer nur das Symbol mit den zwei Pfeilen antippen. Für iPhone-Besitzer ist diese Änderung schon aktiv. Android-Nutzer können sie bislang nur in der Beta-Version ausprobieren.

Bezahlen per WhatsApp?

Die fällige Rechnung einfach per WhatsApp bezahlen oder mal eben per App den Freunden das Geld für das nächste gemeinsame Wochenende überweisen – praktisch wäre dies sicherlich, aber ob diese Zahlungsmöglichkeit hier in Deutschland eine Chance hätte? Tatsächlich verfügt WhatsApp über diese Funktion und testet sie aktuell auch schon. In Indien können die Nutzer seit Sommer letzten Jahres auf diese Weise zahlen. Aber wann dieses Feature bei uns verfügbar ist, wie es genau aussieht und ob es sich auch wirklich durchsetzen kann, das ist noch völlig unklar. Eine Anfang April durchgeführte, repräsentative Umfrage ergab, fast 90% der deutschen WhatsApp-Nutzer lehnen es ab, per WhatsApp Geld zu überweisen.

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